2. Dezember 2020

Auf ein Akademisches Viertel mit Ulrich Päßler

Über die „Geographie der Pflanzen“ als Lebensprojekt Alexander von Humboldts, über die Vorzüge digitaler und analoger Publikationen und warum man bei der Humboldt-Forschung an kein Ende kommt – darüber spricht Ulrich Päßler, stellv. Arbeitsstellenleiter des Akademienvorhabens „Alexander von Humboldt auf Reisen. Wissenschaft aus der Bewegung“.


23. November 2020

Zu Gast bei “Hart aber Fair” – Autorin Bettina Schöne-Seifert zum Thema Sterbehilfe

Gottes Wille oder des Menschen Freiheit: Was zählt beim Wunsch zu sterben?

Nach dem Film “Gott” die Abstimmung und Diskussion zur Frage: Wie frei ist der Mensch im Wunsch zu sterben? Hat er dabei ein Recht auf ärztliche Hilfe, auf Zuteilung der tödlichen Arzneien? Oder hat die Kirche Recht, die ihren Gott als alleinigen Richter über Leben und Tod sieht?

Mit dabei unsere Autorin Bettina Schöne-Seifert mit dem Buch “Beim Sterben helfen – dürfen wir das?


18. November 2020

Kinderlosigkeit – Traum statt Trauma?

In einem Youtube-Livestream, heute Abend 18.11.2020 um 18 Uhr, spricht Dr. Regina Toepfer über das Thema Kinderlosigkeit.

Talkgäste:
Zur Buchveröffentlichung Kinderlosigkeit. Ersehnte, verweigerte und bereute Elternschaft im Mittelalter wird die Autorin Regina Toepfer, Professorin für Germanistische Mediävistik an der Technischen Universität Braunschweig, zusammen mit Verena Brunschweiger, Autorin der Bücher “Kinderfrei statt Kinderlos. Ein Manifest” (2019) und “Die Childfree-Rebellion: Warum ‘zu radikal’ gerade radikal genug ist” (2020), und Petra Thorn, Therapeutin spezialisiert auf psychosoziale Kinderwunschberatung, Herausgeberin mehrerer Bücher, u.a. zu multipler Elternschaft im Gespräch sein.

Moderation:
Elisabeth Hoffmann, Technische Universität Braunschweig, Leitung Presse und Kommunikation
Co-Moderation:
Jeremias Othman, Wissenschaftskommunikator und Mediendidaktiker

Direktlink zum Livestream: https://youtu.be/pvTcO4hfQ50


2. November 2020

„Deutsche Medizinethik erheblich geprägt“ – Bielefelder Wissenschaftspreis 2020 geht an Prof. Bettina Schöne-Seifert aus Münster

Der „Bielefelder Wissenschaftspreis“ geht in diesem Jahr an eine Pionierin der modernen Medizinethik, die münstersche Professorin für Medizinethik Bettina Schöne-Seifert. Der Preis wird im Gedenken an den bekannten Bielefelder Soziologen Niklas Luhmann alle zwei Jahre von der Stiftung der Sparkasse Bielefeld vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert. Mit ihren einflussreichen Beiträgen habe die Hochschullehrerin der Universität Münster die deutsche Medizinethik sowie praktisch alle Debatten, die in den letzten dreißig Jahren hierzu in Deutschland geführt wurden, erheblich geprägt.


29. Oktober 2020

Out now! English Linguistics – Essentials

This is the completely revised, updated and enlarged 2nd edition of a classic textbook used in many English and linguistics departments in Germany for more than 20 years. It serves both as an introduction for beginners and as a companion for more advanced undergraduate and graduate students, familiarizing its readers with the major and distinctive properties of English (Standard English as well major national, regional and social varieties), including an in-depth structural comparison with German. Written in an accessible style and with many reader-friendly features (including checklists with key terms and concepts, basic and advanced exercises with solutions), the book offers a state-of-the-art-survey of the core terminology and issues of the central branches of linguistics, including an account of the major current research traditions and methodologies.


7. Oktober 2020

„Ein wirklich vorzüglicher Wurf“ – Rüdiger Görner über die Kleine Englische Literaturgeschichte

Die lange erwartete „Kleine Englische Literaturgeschichte“ des Anglisten Christoph Heyl ist nun erschienen. Verlässliches Grundwissen, verpackt in eine Unzahl von Geschichten über Autor*innen, Bücher und geschichtsträchtige Orte überall auf den Britischen Inseln. Mit leichter Hand, und gespickt mit eigenen Schwarz-Weiß-Fotos, vermittelt der Autor (Träger des Lehrpreises der Universität Duisburg-Essen) das wirklich Wichtige über die englische Literatur und Kultur. In seinem Vorwort beschreibt er sein Vorhaben.


6. Oktober 2020

„Eine wahre Fundgrube an Ideen wie an Einsichten“ – Sergio Morabitos „Opernarbeit“ wird Opernbuch des Jahres der Zeitschrift „Opernwelt“

«Erfahrungsraum Oper» lautet der Titel jenes unbedingt lesenswerten Buchs, das vor fünf Jahren im Verlag Metzler/Bärenreiter erschien und Essays, Aufsätze und Künstlerporträts des Dramaturgen, Publizisten und «Opernwelt»-Autoren Uwe Schweikert versammelt. Der Begriff des «Erfahrungsraums» ist klug gewählt. Einmal beschreibt er die disparate Vielheit der Wahrnehmungen, die diese Kunstform ermöglicht, zum anderen deutet er die Fülle der Kontexte an, die Oper in sich birgt, auf der Bühne, hinter der Bühne – und in den Köpfen derer, die sich vertieft mit ihr beschäftigen.

Sergio Morabito, einer der renommiertesten Dramaturgen (und Ko-Regisseure), die das Land hat, zählt wie Schweikert zu diesen intellektuellen Sinnsuchern, die ihre Leidenschaft für das Genre und den Locus amoenus (Musik-)Theater stets mit gedankenscharfen Kontextualisierungen verbunden haben. Es ist daher wenig verwunderlich, dass sein Buch mit dem schlicht-bescheidenen Titel «Opernarbeit» im selben Verlag erschienen ist. Mag die Stoßrichtung eine andere sein als bei dem Band «Erfahrungsraum Oper», so verhandelt Morabito im Kern doch sehr ähnliche ästhetische, philologische und philosophische Fragestellungen des «unmöglichen Kunstwerks» (Oscar Bie). Oper als Wunderkammer, als Laboratorium, als Denkwerkstatt.

Seine Texte aus einem Vierteljahrhundert im Dienste der Sache bieten eine wahre Fundgrube an Ideen wie an Einsichten, wobei vor allem eines ins Auge fällt: die Diversität der Stile und der weite Horizont an Themen, zu denen Morabito etwas zu sagen hat. Deutlich wird in jedem Fall der geradezu heilige Ernst, mit dem hier über Werke, ihre historische Stellung, ihre Wirkmächtigkeit (und manchmal auch ihre problematische dramaturgische Faktur) nachgedacht wird, sowie die Überzeugung, dass Oper immer auch ein genuin offenes Kunstwerk gewesen ist, das sich offen für Deutung zeigt.

Ein Kunstwerk mithin, das zugleich Setzung ist und Freisetzung bedeutet – Freisetzung von Ideen, Utopien, ja, und auch Widersprüchlichkeiten. Diesen nachzuspüren, sie ins Spannungsverhältnis von behaupteter Bühnen- und tatsächlicher Weltrealität zu setzen, darum ist es Morabito spürbar zu tun. Am Anfang dieser Forschungsarbeit steht stets die notenschriftlich fixierte Partitur und das darin integrierte Libretto; ihre Tiefen auszuloten, ihr Wesen zu erkennen, darin liegt die wahre und verantwortungsvolle «Opernarbeit». Darin liegt aber auch, und das macht dieses Buch so lesenswert, der große Reiz – in der Freiheit, jedem Werk eine zweite Haut überzustreifen, in der es sich womöglich sogar noch wohler fühlt als in seiner eigenen.

aus: Jahrbuch «Opernwelt 2020».


28. August 2020

Das Drama der Kinderlosigkeit – vom Mittelalter bis heute

Die Braunschweiger Mediävistin Regina Toepfer untersucht in ihrem neuen Buch, wie alte Denkmuster bis heute weiterwirken.

Der dynastische Druck, Nachkommen zu zeugen, war im Mittelalter eminent. Unter bestimmten Umständen war aber auch Kinderlosigkeit hoch angesehen. Wie mittelalterliche Denkmuster unsere Sicht auf erhoffte Elternschaft noch heute prägen und wo sie sich unterscheiden, untersucht die Braunschweiger Mediävistin Regina Toepfer in ihrem Buch „Kinderlosigkeit – Ersehnte, verweigerte und bereute Elternschaft im Mittelalter“. Florian Arnold sprach mit ihr.

Warum haben Sie das Thema Kinderlosigkeit aufgegriffen?

Es spielt in der öffentlichen Diskussion und im Leben vieler Menschen eine wichtige Rolle – zum einen die ungewollte Kinderlosigkeit im Kontext mit der Reproduktionsmedizin. Aber auch die gewollte Kinderlosigkeit wird oft problematisiert mit Blick auf die Geburtenentwicklung. Als Mediävistin, die sich für kulturhistorische Perspektiven interessiert, kam mir die Idee, ausgehend von der aktuellen Diskussion zu untersuchen, wie das Thema im Mittelalter behandelt wird, welche Kontinuitäten und welche Unterschiede es gibt. Ich bin in der mittelalterlichen Literatur überreichlich fündig geworden.

Sie schreiben, dass die mittelalterliche Sicht auf das Thema Kinderlosigkeit unser Denken noch heute beeinflusst – inwiefern?

Unser Blick ist heute auf die Reproduktionsmedizin gerichtet. Wenn ein Paar keine Kinder bekommt, heißt es, geht doch zu einem Kinderwunschzentrum und lasst euch helfen. Technologisch gibt es Fortschritte. Aber das grundsätzliche Vertrauen darauf, dass eine höhere Instanz uns helfen kann, ist ein Denkmuster aus dem Alten Testament. Die Kontinuität lässt sich erklären mit der langen Tradition von Erzählungen über Geburtswunder. Der Glaube, dass einem ein Kind geschenkt werden kann, wenn man sich nur recht darum bemüht und die richtigen Schritte vollzieht, ist uralt. Wenn man sich übrigens mal anschaut, wie oft reproduktionsmedizinische Verfahren glücken, ist die Rate gar nicht so hoch.

Im Mittelalter gab es die dynastische Pflicht, Nachkommen zu zeugen. Speist sich die Erwartung der Gesellschaft und des Staates an Paare, Kinder zu bekommen, noch aus dieser Wurzel?

Bei Hochadligen war die Erwartung, das Geschlecht zu erhalten, sehr hoch. Dazu gibt es auch die meisten Quellen, über die einfache Bevölkerung wissen wir wenig. Heute sind es ökonomische Gründe wie die Sicherung des Rentensystems, die einen gesellschaftlichen Druck erzeugen, Kinder zu bekommen. Aber die individuelle Motivation ist ja eine ganz andere. Da spielen Vorstellungen von Lebenssinn und persönlicher Erfüllung eine Rolle. Und die gehen zurück auf eine Umprägung von Argumentationsmustern im 16. Jahrhundert. Die Reformation setzte die Erfüllung in der Partnerschaft gleich mit dem Glück, Kinder zu bekommen. Eheglück wurde zum Elternglück.


Kinderkriegen und das Mittelalter

Im Mittelalter waren doppelt so viele Paare kinderlos wie heute – und was Luther mit der Idee der Fruchtbarkeit zu tun hat: Viele alte Muster vom Kinderkriegen prägen immer noch unser Denken

Ein neues Buch zeigt, wie die Menschen im Mittelalter mit ersehnter, verweigerter und bereuter Elternschaft umgingen. Dabei kommen auch zur Sprache: Keuschheit, die Sexualität von Hexen und handfeste Sterilitätsprüfungen bei Männern vor Gericht.


18. August 2020

»Oben standen stets die Weißen«

SPIEGEL-Gespräch: Der Hamburger Soziologe Wulf D. Hund erklärt, warum die Einteilung von Menschen nach Hautfarben ein Erbe der Aufklärung ist – und wie tief der Rassismus in unserem Denken wurzelt.


Alexander von Humboldt-Handbuch

331 Seiten
Format 16,80 x 24,00 cm
gebunden
€ 99.99
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Literatur / Religion

304 Seiten
Format 15,50 x 23,50 cm
gebunden
€ 64.99
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Philosophie des Mittelalters

300 Seiten
Format 15,50 x 23,50 cm
gebunden
€ 24.99
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Jugendsprache

241 Seiten
Format 15,50 x 23,50 cm
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€ 24.99
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Handbuch Philosophie der Kindheit

464 Seiten
Format 16,80 x 24,00 cm
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€ 89.99
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Weimarer Klassik

250 Seiten
Format 15,50 x 23,50 cm
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Deutungen der Gegenwart

274 Seiten
Format 15,50 x 23,50 cm
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€ 49.99
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Mobile Preußen

222 Seiten
Format 15,50 x 23,50 cm
gebunden
€ 39.99
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Wittgenstein und die Folgen

164 Seiten
Format 12,70 x 19,00 cm
gebunden
€ 19.99
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Fighting As Real As It Gets

208 Seiten
Format 15,50 x 23,50 cm
gebunden
€ 0
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Haltung finden

106 Seiten
Format 12,70 x 20,30 cm
gebunden
€ 14.99
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