7. April 2022

Erkenntnistheorie
Von der Aufklärung zur Gegenwart

Buchpräsentation “Erkenntnistheorie, eine Einführung” unseres Autors: Prof. Dr. Gerhard Schurz, Moderation: Helmut Fink, am 21. April 2022, 20:15-21:45 in der Live-online-Vortragsreihe “Buch trifft Hirn”.


18. Februar 2022

Der Verlag trauert um Dr. Bernd Lutz

Nach langer Krankheit starb am 3. Februar der langjährige Verlagsleiter und Cheflektor von J.B. Metzler, Dr. Bernd Lutz.

Bernd Lutz wirkte 36 Jahre lang, von 1969 bis 2005, als Verlagsleiter und Cheflektor des Verlags J.B. Metzler. Er hat das deutschsprachige Publizieren in den Geistes- und Kulturwissenschaften der 1970er bis 1990er Jahre als kluger und leidenschaftlicher Lektor und Verleger mitgeprägt. Als junger, in Heidelberg promovierter Germanist und Philosoph kam er nach einer ersten Station beim Hanser-Verlag 1970 zu Metzler und führte den Verlag aus seiner zwischenzeitlichen Randständigkeit heraus, indem er den Anschluss an die wissenschaftlichen und politischen bundesrepublikanischen Debatten suchte. Er band eine ganze Generation junger Germanistinnen und Germanisten, die in den folgenden Jahrzehnten den wissenschaftlichen Diskurs bestimmen sollten, an den Verlag. Zugleich sorgte er für ein breites Verlagsprofil, so dass neben der äußerst erfolgreichen Reformreihe „Projekt Deutschunterricht“ auch Friedrich Sengles „Biedermeierzeit“, neben Walter Grabs „Leben und Werke norddeutscher Jakobiner“ und Helmut Lethens „Neue Sachlichkeit“ auch die Neuausgabe von Albrecht Schönes und Arthur Henkels „Emblemata“ erscheinen konnte.

Mit der „Deutschen Literaturgeschichte“ (1978) sorgte Bernd Lutz für die Blaupause der überaus erfolgreichen Serie von Metzler-Literaturgeschichten, mit dem „Brecht-Handbuch“ von Jan Knopf (1980) gab er das Muster vor für Dutzende von weiteren Autor*innen-Handbüchern des Verlags, ebenso mit dem von ihm selbst 1986 herausgegebenen „Metzler Autoren Lexikon“ für eine lange Reihe von Metzler Lexika, die Standardwerke wurden. Intellektueller Esprit, Lesbarkeit und Handlichkeit prägen diese Werke, die Wissenstransfer in ein breiteres Lesepublikum betrieben.

Die Philosophie als wichtiges Standbein des Verlags kam hinzu durch Werkausgaben, die Bernd Lutz, von seiner Heidelberger Zeit geprägt, initiierte: Karl Löwith, Franz Overbeck und Leo Strauss.

In einer Umbruchsphase des Verlags zu Beginn der 1990er Jahre setzte Bernd Lutz auf die großformatigen Nachschlagewerke, mit der Liquidität des neuen Eigners Holtzbrinck im Rücken. Der heute in den Geisteswissenschaften selbstverständliche Name „Der Neue Pauly“ war seine Erfindung – als er nämlich die Rechte an einem berühmten Metzler‘schen Werk, Paulys „Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft“ zurückkaufte und mit der die Realencyclopädie beerbenden 18-bändigen Enzyklopädie „Der Neue Pauly“ nicht ohne Risiko ein wissenschaftliches Großprojekt aus dem Boden stampfte. Der Erfolg stellte sich bald ein und es folgte die Entwicklung J.B. Metzlers zum Spezialisten für Großwerke: das siebenbändige Historische Wörterbuch der „Ästhetischen Grundbegriffe“ – ein deutsch-deutsches Unternehmen aus den 1980er Jahren, an dem Bernd Lutz auch nach 1989 zäh festhielt –, das „Goethe-Handbuch“ in sechs Bänden, die historisch-kritische Edition der Goethe-Tagebücher, die Übernahmen der Mittelstraß‘schen „Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie“ und des „Lexikons des Mittelalters“, schließlich die vielbändige und innovative „Enzyklopädie der Neuzeit“. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem niederländischen Brill-Verlag, der viele der Metzler-Großwerke ins Englische übersetzte, kam eine internationale Ausstrahlung hinzu.

In seine Ägide fällt auch die Übernahme des Verlags Hermann Böhlaus Nachfolger Weimar im Jahr 1998.

Bernd Lutz war ein unruhiger Geist, immer auf dem Sprung und auf der Suche nach neuen Ideen. Die Gespräche mit den Autorinnen und Autoren des Verlags waren sein Elixier, die Quelle seiner Inspiration. Wenn er sich den wachsenden Anforderungen, die die Leitung des Verlags mit sich brachte, auch beugen musste, ist er doch Lektor und auch Autor geblieben. Immer wieder hat er Hand angelegt an die Texte, nahm sie nächtelang auseinander und fügte sie wieder zusammen, besonders wenn ihm die Inhalte am Herzen lagen, wie beim Lexikon „Demokratische Wege“, dem „Brecht-Lexikon“ oder dem „Goethe-Lexikon“. Die Sprache war ihm wichtig, der Sprache gehörte seine Liebe, der Sprach-Witz war seine Art, sich mit dem Leben und der Welt zu versöhnen.

Mit Bernd Lutz, seinem Scharfsinn, seinem Unternehmungsgeist und seinem unkonventionellen Buch-Sinn verliert die Verlagswelt eine weitere ihrer Gründerpersönlichkeiten.


12. Januar 2022

Dominik Balg zu Gast im Philosophischen Radio beim WDR 5

Unser Autor Dominik Balg wird am 31.1.2022 um 20.04 Uhr mit seinem Buch “Toleranz – was müssen wir aushalten?” im Philosophischen Radio beim WDR 5 zu Gast sein. Schalten Sie ein!


10. Dezember 2021

Wir trauern um den Tod des Sohnes von Anna Seghers

Pierre Radvanyi (96), Sohn von Anna Seghers und Mitbegründer der Anna Seghers-Gesellschaft, ist in der Nacht zum 6. Dezember in Paris gestorben. Zeitlebens setzte er sich für das Werk seiner Mutter ein, dem J.B. Metzler ein Handbuch gewidmet hat: Carola Hilmes/Ilse Nagelschmidt: Anna Seghers-Handbuch.


20. September 2021

*GESPRÄCH* Beauty-OPs und Soziale Medien

Daniel Hornuff spricht mit dem Autor und Kulturwissenschaftler Wolfgang Ullrich über sein Buch Krass! Beauty-OPs und Soziale Medien.


8. September 2021

Virtueller Alexander-von-Humboldt-Tag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am 17.9.2021

Diese Veranstaltung des Akademienvorhabens „Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung“ im Zentrum „Preußen – Berlin“ wird u.a. den bei J.B. Metzler kürzlich erschienenen ersten Band der edition humboldt print Geographie der Pflanzen. Unveröffentlichte Schriften aus dem Nachlass vorstellen. Mit diesem Band beginnt die Veröffentlichung von Lesefassungen zur digitalen Edition der Reisetagebücher Alexander von Humboldts. Die edition humboldt print entfaltet komplementär zur edition humboldt digital die Schönheit der Humboldtschen Wissenschaft in drei Teilen mit ca. sechzehn bibliophil gestalteten Bänden, die ein neues Bild des preußischen Forschers und Reisenden bei seiner Arbeit entwerfen.


3. August 2021

Zwischen Stigma und Emanzipation: Schönheits-OPs und soziale Medien

Daniel Hornuff, Autor des Buches: Krass! Beauty-OPs und Soziale Medien war am Freitag, 30.7.21, zu Gast bei Raphael Smarzoch | Deutschlandfunk


16. Juni 2021

Friedrich Schiller – ein Teil der Medizingeschichte?

Sehr wohl: seine erste Dissertation, mit der er übrigens durchfiel, handelt von verschiedenen menschlichen Fieberarten und deren Kurierung.

Präsentation unseres Buches: Friedrich Schiller: Über den Unterschied zwischen entzündlichen und fauligen Fiebern. Lateinisch-Deutsch mit Erläuterungen und Glossar. Herausgegeben von: Neuhausen, K.A., Oellers, N., Schäfer, D., Steiner-Weber, A. auf dem digitalen “Festival des medizinhistorischen Buches” am

Samstag, 3. Juli 2021, 11.30 Uhr.

 


15. Juni 2021

Radiobeiträge zum Buch: Querulieren

Unser Autor, der Literaturwissenschaftler Rupert Gaderer spricht im Radiobeitrag WDR 3, Resonanzen über sein Buch “Querulieren”, Kulturtechniken, Medien und Literatur 1700-2000, die Kulturgeschichte des Störens bürokratischer und juristischer Prozesse von 1700 bis heute.

Ein weiterer Radiobeitrag wird am Donnerstag, 17. Juni auf Deutschlandfunk zu hören sein.


17. Mai 2021

Brown Bag Lunch – Umberto Eco

Erik Schilling im Gespräch mit Julia Ilgner

Umberto Eco war einer der wichtigsten Intellektuellen des 20. Jahrhundert, der mit dem Roman Der Name der Rose auch als Schriftsteller Weltruhm erlangte. Es folgten sechs weitere Romane, außerdem zahllose Essays, Interviews und Zeitschriftenkolumnen. Eng Daneben steht sein theoretisches Werk, u.a. seine sehr kontrovers diskutierte Schrift zum Offenen Kunstwerk sowie zur Semiotik. Bei kaum einem anderen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts sind kulturtheoretisches und literarisches Schaffen ähnlich stark verknüpft. Zum 5. Todestag Ecos ist nun ein Handbuch erschienen, das dazu einlädt, sich mit dem vielfältigen Werk neu zu beschäftigen. Die Literaturwissenschaftler*innen Erik Schilling und Julia Ilgner legen dabei in ihrem Gespräch den Fokus auf die Romane, aber auch Einblicke in seine Werke zur Zeichentheorie, zur weltberühmten Verfilmung von Der Name der Rose  – und zur Rezeption von Eco bei Donald Duck.

Mo 7.6. 12:30 Uhr
Literaturhaus Berlin
Fasanenstr. 23  10719 Berlin
Tel. +49 30 8872860
literaturhaus-berlin.de


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