Vorstellung des neuen Wilhelm von Humboldt-Handbuchs

Vor kurzem ist das von Cord-Friedrich Berghahn herausgegebene Wilhelm von Humboldt-Handbuch  erschienen, das erstmals ausführlich in das weit verzweigte Werk des universellen Forschers und Politikers einführt. Es bildet das Gegenstück zum Alexander von Humboldt-Handbuch. Das Handbuch wird am 29. November von Herausgeber und Verlag in der Staatsbibliothek Berlin im ehrwürdigen Wilhelm-von-Humboldt-Saal vorgestellt, ergänzt von einer Lesung aus Humboldts Werken durch die Schauspielerin Nina West.

Vorstellung des neuen Wilhelm von Humboldt-Handbuchs

Auf Klangreise gehen – Von La Paloma bis zur Weltmusik

Im Deutschlandfunk Kultur hat unser Autor Claus Schreiner sein neues dreibändiges Werk „Schöner fremder Klang. Wie exotische Musik nach Deutschland kam“ vorgestellt. Link zum Podcast

Die drei Bände erzählen die Geschichte des Imports von Tanz- und Unterhaltungsmusik sowie Jazz und Weltmusik aus Afrika und Amerika nach Europa seit den Anfängen mit „La Paloma“:

Band 1: Ragtime, Tango, Rumba & Co. (1855–1945)

Band 2: Samba, Mambo, Bossa & Co. (1945–1975)

Band 3: Afrobeat, Salsa, Reggae & Co. (1975-2000)

Kongresse 2022 – Das Metzler-Team ist auf folgenden Veranstaltungen live vor Ort und freut sich über zahlreiche Besucher*innen an ihren Büchertischen

GAP.11 – philosophie & öffentlichkeit, 12.-15. September 2022 an der Humboldt-Universität Berlin

14. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, 22.-24. September 2022 an der Universität Bamberg

27. Deutscher Germanistentag, 25. bis 28. September 2022 an der Universität Paderborn 

GAL-Jahrestagung, 28.-30. September 2022 an der Universität Würzburg

Veranstaltungen

Am Samstag, 27.8. um 15.04 auf WDR5 – die Aufzeichnung des Live-Gesprächs auf der gamescom 2022 in Köln: Unser Autor Samuel Ulbricht mit Jürgen Wiebicke (WDR5) zur Ethik des Computerspielens.

WDR5 Das Philosophische Radio: Ethik und Ästhetik von Computerspielen  Philosophie spezialGaming wirft auch philosophische Fragen auf. Über Ethik und Ästhetik von Computerspielen tauschen sich Moderator Jürgen Wiebicke und Philosoph Samuel Ulbricht, der ein Buch über die Ethik des Computerspielens geschrieben hat, aus. “Das Spielen von Computerspielen kann unmoralisch sein — aber die meisten Fälle alltäglichen Spielens sind es nicht”, so Ulbricht. Das Gespräch fand im Rahmen des Gamescom Congress statt.
Und am Samstag, 27.8. von 15.04 bis 16 Uhr im WDR5 zum Reinhören.
Samuel Ulbricht veröffentlichte 2020 bei Metzler den Titel: Ethik des Computerspielens.
2022 wurde das Buch bei Palgrave McMillan in englischer Sprache veröffentlicht: Ethics of Computer Gaming

Samstag, 27.8. um 15.04 im WDR5 in Köln

Erkenntnistheorie
Von der Aufklärung zur Gegenwart

Buchpräsentation “Erkenntnistheorie, eine Einführung” unseres Autors: Prof. Dr. Gerhard Schurz, Moderation: Helmut Fink, am 21. April 2022, 20:15-21:45 in der Live-online-Vortragsreihe “Buch trifft Hirn”.

Buchpräsentation - Live-online

Der Verlag trauert um Dr. Bernd Lutz

Nach langer Krankheit starb am 3. Februar der langjährige Verlagsleiter und Cheflektor von J.B. Metzler, Dr. Bernd Lutz.

Bernd Lutz wirkte 36 Jahre lang, von 1969 bis 2005, als Verlagsleiter und Cheflektor des Verlags J.B. Metzler. Er hat das deutschsprachige Publizieren in den Geistes- und Kulturwissenschaften der 1970er bis 1990er Jahre als kluger und leidenschaftlicher Lektor und Verleger mitgeprägt. Als junger, in Heidelberg promovierter Germanist und Philosoph kam er nach einer ersten Station beim Hanser-Verlag 1970 zu Metzler und führte den Verlag aus seiner zwischenzeitlichen Randständigkeit heraus, indem er den Anschluss an die wissenschaftlichen und politischen bundesrepublikanischen Debatten suchte. Er band eine ganze Generation junger Germanistinnen und Germanisten, die in den folgenden Jahrzehnten den wissenschaftlichen Diskurs bestimmen sollten, an den Verlag. Zugleich sorgte er für ein breites Verlagsprofil, so dass neben der äußerst erfolgreichen Reformreihe „Projekt Deutschunterricht“ auch Friedrich Sengles „Biedermeierzeit“, neben Walter Grabs „Leben und Werke norddeutscher Jakobiner“ und Helmut Lethens „Neue Sachlichkeit“ auch die Neuausgabe von Albrecht Schönes und Arthur Henkels „Emblemata“ erscheinen konnte.

Mit der „Deutschen Literaturgeschichte“ (1978) sorgte Bernd Lutz für die Blaupause der überaus erfolgreichen Serie von Metzler-Literaturgeschichten, mit dem „Brecht-Handbuch“ von Jan Knopf (1980) gab er das Muster vor für Dutzende von weiteren Autor*innen-Handbüchern des Verlags, ebenso mit dem von ihm selbst 1986 herausgegebenen „Metzler Autoren Lexikon“ für eine lange Reihe von Metzler Lexika, die Standardwerke wurden. Intellektueller Esprit, Lesbarkeit und Handlichkeit prägen diese Werke, die Wissenstransfer in ein breiteres Lesepublikum betrieben.

Die Philosophie als wichtiges Standbein des Verlags kam hinzu durch Werkausgaben, die Bernd Lutz, von seiner Heidelberger Zeit geprägt, initiierte: Karl Löwith, Franz Overbeck und Leo Strauss.

In einer Umbruchsphase des Verlags zu Beginn der 1990er Jahre setzte Bernd Lutz auf die großformatigen Nachschlagewerke, mit der Liquidität des neuen Eigners Holtzbrinck im Rücken. Der heute in den Geisteswissenschaften selbstverständliche Name „Der Neue Pauly“ war seine Erfindung – als er nämlich die Rechte an einem berühmten Metzler‘schen Werk, Paulys „Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft“ zurückkaufte und mit der die Realencyclopädie beerbenden 18-bändigen Enzyklopädie „Der Neue Pauly“ nicht ohne Risiko ein wissenschaftliches Großprojekt aus dem Boden stampfte. Der Erfolg stellte sich bald ein und es folgte die Entwicklung J.B. Metzlers zum Spezialisten für Großwerke: das siebenbändige Historische Wörterbuch der „Ästhetischen Grundbegriffe“ – ein deutsch-deutsches Unternehmen aus den 1980er Jahren, an dem Bernd Lutz auch nach 1989 zäh festhielt –, das „Goethe-Handbuch“ in sechs Bänden, die historisch-kritische Edition der Goethe-Tagebücher, die Übernahmen der Mittelstraß‘schen „Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie“ und des „Lexikons des Mittelalters“, schließlich die vielbändige und innovative „Enzyklopädie der Neuzeit“. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem niederländischen Brill-Verlag, der viele der Metzler-Großwerke ins Englische übersetzte, kam eine internationale Ausstrahlung hinzu.

In seine Ägide fällt auch die Übernahme des Verlags Hermann Böhlaus Nachfolger Weimar im Jahr 1998.

Bernd Lutz war ein unruhiger Geist, immer auf dem Sprung und auf der Suche nach neuen Ideen. Die Gespräche mit den Autorinnen und Autoren des Verlags waren sein Elixier, die Quelle seiner Inspiration. Wenn er sich den wachsenden Anforderungen, die die Leitung des Verlags mit sich brachte, auch beugen musste, ist er doch Lektor und auch Autor geblieben. Immer wieder hat er Hand angelegt an die Texte, nahm sie nächtelang auseinander und fügte sie wieder zusammen, besonders wenn ihm die Inhalte am Herzen lagen, wie beim Lexikon „Demokratische Wege“, dem „Brecht-Lexikon“ oder dem „Goethe-Lexikon“. Die Sprache war ihm wichtig, der Sprache gehörte seine Liebe, der Sprach-Witz war seine Art, sich mit dem Leben und der Welt zu versöhnen.

Mit Bernd Lutz, seinem Scharfsinn, seinem Unternehmungsgeist und seinem unkonventionellen Buch-Sinn verliert die Verlagswelt eine weitere ihrer Gründerpersönlichkeiten.

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